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Gestaltung eines Familiengrabsteins

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 Begegnung mit dem GESTERN auf dem Weg ins MORGEN.

Erzählung einer Tochter

Er war ein Familienmensch …
„Vater war ein Familienmensch. Er sorgte für seine Frau und sein Kind, arbeitete viel, war zuverlässig und sehr ordentlich und korrekt in seinem Tun. Vater liebte den Umgang mit anderen Menschen – beruflich und privat waren ihm Kontakte zu anderen Menschen sehr wichtig.

Die Krankheit …
„Schon früh in seinem Leben hatte er einige Schicksalsschläge zu verkraften. Viel zu früh verlor er seinen Vater, der Krieg nahm ihm die Heimat und die anschließende Kriegsgefangenschaft verlangte viel Kraft.

In der Mitte seines Lebens kam jedoch der wohl schwerste Schicksalsschlag, der sein weiteres Leben prägte. Eine schwere Krankheit, die auch sichtbare Spuren hinterließ. Mit viel Mut, Kraft , einem großen Willen und auch viel Geduld lebte Vater mit dieser Krankheit – für seine Familie.
Nach einem langen, bewegten Leben versiegte Vaters Kraft leise, und friedlich schlief er im Kreise seiner Familie für immer ein. Wir waren in dieser Stunde bei ihm, und ganz bestimmt hat er dies gespürt.“

Erinnerungen an Vater …
„Wenn ich an Vater zurückdenke, sehe ich einen fröhlichen, geselligen, lebendigen Menschen! Er war immer für uns da und sorgte liebevoll für uns. Seine einfühlsame, verständnisvolle Art fehlt uns – aber er bleibt in unserer Erinnerung lebendig!“

Der Weg auf den Friedhof …
„Seit Vater gestorben ist, besuchen wir oft das Grab von ihm. Der Friedhof ist für uns ein Ort der Erinnerungen. Ungestört können wir ihm nahe sein, mit ihm reden und ihm seine Lieblingsblumen schenken.

Seine Urenkel fragen immer wieder nach ihrem Uropa – gemeinsam besuchen wir dann sein Grab. Die erste Bepflanzung war wie ein besonderer Gruß von uns. Ja, wir denken oft an ihn.“

Ein sichtbares Zeichen – der Grabstein …
„Immer wieder haben wir uns Gedanken über den Grabstein gemacht. In Begleitung der Familie haben wir uns auf dem Friedhof gemeinsam die verschiedenen Gräber mit den Steinen angeschaut.
Im Gespräch wurde uns dann klar, dass wir einen Stein haben möchten, der Vater gefallen würde und der zu ihm und zu seinem bewegten Leben passt.“

Eine Entscheidung im Kreise der Familie …
„Die eigentliche Idee für die Gestaltung des Grabsteines kam spontan. Wenn der Stein zu Vater passen soll, dann muss er lebendig sein, mit Höhen und Tiefen und einen Anfang und ein Ende haben. Er soll „Leben“ symbolisieren und Bewegung, er soll nicht rauh wirken. So entstanden zu Hause erste Skizzen.
Mit diesen Gedanken gingen wir zum Steinmetz und entwickelten gemeinsam unsere Ideen weiter. Die Beratung beim Steinmetz, seine Zeichnungen und zwei maßstabsgetreue Modelle ließen uns dann sichtbar werden, was wir uns vorstellten.
Vater war ein Familienmensch, ihm war die Meinung seiner Familie immer wichtig. Daher haben wir auch im Kreise der Familie die endgültige Gestaltung des Grabsteines entschieden.“


Warum ein Grabmal ?

Weil der Ort der Bestattung ein Zeichen braucht.

Weil das Grabmal in ganz persönlicher Weise an den Verstorbenen erinnert und ihn würdigt.

Weil sich im Grabmal der Dank ausdrückt für die gemeinsamen Lebenswege.

Weil die Einzigartigkeit des Verstorbenen in der Gestaltung des Grabmals sichtbar wird.

Weil das Grabmal ein Markstein ist an der Grenze des Lebens und uns Trost schenkt.

Weil das Grabmal einlädt zu
DIALOG – TRAUERN – WEINEN – WUT – STILLE –
LASSEN + WEITERGEHEN

 

 

 

Zitat: W. Jakob / M. Kunz

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Quelle: Flyer des Bundesverbandes des Steinmetzhandwerks

 

Steudle Natursteine, Inh. Wolgang Steudle, Bahnhofstraße 40, 71272 Renningen, Tel. 07159 5758
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